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  • Calmira II. D / "4DOS"-Beschreibungen

  • Calmira II. D / "4DOS"-Beschreibungen

    © für dieses Kapitel: Stephan Großklaß

  • Dateibeschreibungen

    4DOS-Beschreibungen wurden - o Wunder - vom COMMAND.COM-Ersatz " 4DOS" eingeführt und dienten ursprünglich dazu, einem DIR-Listing durch eine kurze Dateibeschreibung größere Aussagekraft zu verleihen. Abgelegt werden diese Beschreibungen in einer Datei namens DESCRIPT.ION, deren Format wie folgt aussieht:

    calmira.exe Das eigentliche Programm
    calmira.hlp Die Hilfe-Datei
    calmira.ini Die Parameterdatei für die Programmeinstellungen
    start.ini Inhalt und Struktur des Startmenüs
    descript.ion Die 4DOS-Beschreibungen
    ....  ....
    

    Allgemein enthält jede Zeile also die Angaben

    <NAME.TYP> <Text der Beschreibung>.

    Calmira ist nun in der Lage, diese Beschreibungen zusätzlich zum Dateinamen (Detailansicht in Symbolfenster/Explorer) bzw. sogar anstelle des Dateinamens (Ansicht "Große Symbole") anzuzeigen; beim Sortieren haben kurioserweise die Beschreibungen Priorität.
    Außerdem kann man Dateien und Verzeichnissen nach Drücken von Strg+B bequem eine Beschreibung verpassen. Bei mir ist das bei meiner Sammlung von MODulen praktisch, deren Beschreibung das Format "Titel [Format]" hat. Noch besser wäre es allerdings, wenn man Dateien von vorherein in seinen Anwendungen mit solchen "langen Dateinamen" anlegen könnte - und genau dies kann das Programm " Instant File Access", das sich in die Standard-Dialoge (Common Dialogs) und per "All to Common"-Funktion auch in die von widerspenstigeren Programmen wie Winword einklinkt. Dieses ehemalige Sharewareprogramm gibt es nun umsonst. Die Kombination von Instant File Access und Calmira würde ich nicht mehr missen wollen (genausowenig wie z.B. Andreas Furrers nützliche Freeware-Tools) — gerade meine Word-Dokumente und gespeicherten Postings lassen sich so mit aussagekräftigen Namen versehen.
    Auch eine CD mit "Calmira-kompatiblen langen Dateinamen" habe ich schon gebrannt - dazu habe ich einfach mit " Maxims " LFN24DOS" aus den langen Dateinamen Dateibeschreibungen erzeugt und mit " Nero" eine CD nur mit dem ISO9660-Dateisystem angelegt, so dass nur die kurzen (!) Dateinamen gebrannt wurden. Da die Tilde (~) nicht im ISO9660-Zeichensatz enthalten ist, musste der DOS-Zeichensatz ausgewählt werden.

    Meiner Meinung nach ist das System mit den Beschreibungsdateien den "normalen" langen Dateinamen (die ja quasi ein Dateisystem-Hack sind) überlegen — immerhin lassen sich Dateibeschreibungen mit dem Norton Commander für DOS und anderen altbewährten Programmen kopieren (man muss ja nur "DESCRIPT.ION" mitkopieren), und so leicht gehen Dateibeschreibungen auch nicht kaputt.

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