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  • Calmira II. D / Erweiterte Möglichkeiten

    © 2001 VV-Software / Martin van der Veer
  • Calmira II. D / Erweiterte Möglichkeiten

    Inhaltsverzeichnis
     
    Tastaturkürzel definieren
    Symbole anpassen
    Bitmaps anpassen
    Umgebungsvariable
    Überschriften für Verzeichnisfenster
    Weitere Einstellungen
    Scripts verwenden
    Scripts erstellen
    Calmira optimieren
    Windows optimieren
  • Tastaturkürzel definieren

    Es ist ganz einfach, für den Start beliebiger Programme oder andere Aktionen bestimmte Tasten festzulegen, so dass man nicht erst im Startmenü suchen oder auf Desktop-Symbole zielen muss, um etwas auszuführen. Voraussetzung ist aber, dass es für die geplante Aktion einen Calmira-Fenstertitel, ein Desktop-Symbol oder einen Startmenü-Eintrag gibt. Ausnahme: Der Befehl "Start" ist eingebaut und öffnet das Startmenü und das Gleiche gilt für den Befehl "System", der das Arbeitsplatzfenster öffnet.

    Damit Calmira auf diese Tastenbefehle systemweit reagieren kann, muss in den Systemeinstellungen auf der Registerkarte "Allgemein" der Eintrag "Tastenkombinationen überall in Windows wirksam" aktiviert werden.

    Die Tastenkürzel müssen unter Verwendung jeweils wenigstens zweier der drei Tasten 'Alt', 'Umsch' ond 'Strg' gebildet werden.

    Will man einen vorhandenen Startmenü-Eintrag per Taste aktivieren, so muss man den Befehl genauso buchstabieren wie er in den Startmenü-Einstellungen steht. Also: Falls man durch das Einfügen des Zeichens "&" einen Menü-Hotkey definiert hat, muss man das "&" auch hier einfügen. Dasselbe gilt, wenn die Mehrspaltenansicht eines Untermenüs mit <*2>oder ähnlich eingeschaltet ist. Auch das muss in der Definition der Tastenkombiation drinstehen.

    Einige Beispiele:

    [Keyboard]
    Start=Strg+Alt+S
    Windows-E&xplorer=Strg+Alt+X
    &A: (Diskette)=Strg+Alt+A
    Inte&rnet Explorer=Strg+Alt+I

    Um diese Einträge anzulegen, öffnet man die Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen und trägt sie in den Abschnitt [Keyboard] ein. Man kann natürlich auch die CALMIRA.INI mit Notepad bearbeiten.

    Mit diesen Einträgen hat es folgendes auf sich:

    Die Festlegung "Strg+Alt" bedeutet, dass die 'Steuerung'-Taste und die 'Alt'-Taste gedrückt gehalten werden müssen, wenn man den definierten Buchstaben anschlägt. Da die 'AltGr'-Taste die Kombination aus 'Strg'+'Alt' ist, muss man in Wirklichkeit nicht zwei, sondern nur eine Taste, nämlich 'AltGr' gedrückt halten... so sind wir schon sehr nah an der Funktionalität von Windows 4.x, weil die 'AltGr'-Taste quasi unsere Windows-Taste ist. Für das Aufklappen des Kontextmenüs der Arbeitsoberfläche gibt es allerdings keinen Tastaturbefehl.

    Wenn man eine neue Windows-Tastatur hat, kann man in den Startmenü-Einstellungen die Unterstützung der Windows-Tasten aktivieren. Je nach Tastaturmodell und Keyboard-Treiber kann das aber auch komische Effekte geben. Mein Tip: Ausprobieren und bei Nichtgefallen wieder desaktivieren.

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  • Symbole anpassen

    Alle möglichen vorhandenen Symbole auswerten:

    In den Dateisystem-Eigenschaften lässt sich festlegen, bei welchen Dateitypen Calmira nach eingebauten Symbolen suchen soll. Hier kann man durchaus mehr eintragen als EXE und ICO-Dateien. Auch DLL, ICL, SCR, OVL, CPL, DRV und VBX-Dateien enthalten (fast immer) eigene Symbole. So kann man manchmal gleich erkennen, zu welchem Programm zum Beispiel eine VBX-Datei gehört. Man muss nur die Dateitypen in die Zeile "Symbole suchen in diesen Dateitypen" auf dem "Dateisystem-Eigenschaften"-Dialog eintragen.

    Wie man sich über windows-eigene Einstellungen hinwegsetzt:

    Es gibt verschiedene Wege, die Anzeige der Symbole zu beeinflussen, die man für bestimmte Dateien in den Symbolfenstern von Calmira und auf den zugeordneten "Eigenschaften"-Dialogen zu sehen bekommt.

    Bei registrierten bzw. mit Anwendungen verknüpften Dateitypen wird die erforderliche Information in der Regel aus der Registry oder der WIN.INI entnommen, so dass man sich um die meisten Symole nicht kümmern muss. Aber es gibt ja auch andere Dateitypen, bei denen es die Anzeige übersichtlicher machen könnte, wenn ein passendes Symbol die Bedeutung der Datei erläuterte. Als Beispiel habe ich einige solche Dateien, denen ich ein besonderes Symbol zugeordnet habe, mal in ein gemeinsames Verzeichnis kopiert, das sieht dann etwa so aus:

    Wie kann man das nun erreichen ?

    1. Durch Bearbeitung der CALMIRA.INI mit Notepad oder - komfortabler - über die Registerkarte "Erweitert" der System-Einstellungen, Abteilung "Icons", kann man die gewünschten Symbole festlegen. Verwendet man Symbole aus Dateien, die derer mehrere enthalten, so muss man den Index, also die laufende Nummer der Symbole in der Datei angeben, wobei die Zählung mit "0" beginnt. Beispiel:
      [Icons]
      txt=c:\windows\progman.exe(17)
      bak=%calmira%\symbole\bak.ico(0)
    2. Noch einfacher geht es, Calmira die Eintragung in die CALMIRA.INI selbst zu überlassen. Hierzu muss man Symboldateien erstellen (oder vorhandene umbenennen) und in das Calmira-Verzeichnis kopieren, die als Dateinamen den gewünschten Dateityp enthalten, für den sie angezeigt werden sollen. Also würde ein Symbol "BAK.ICO", wenn es im Calmira-Verzeichis gefunden wird, automatisch den Eintrag
      [Icons]
      bak=c:\calmira\bak.ico(0)
      in die CALMIRA.INI schreiben.

    Diese Einträge bewirken lediglich, dass Calmira andere Symbole für die Anzeige von Dokumentdateien verwendet, als dies durch die Registry oder die WIN.INI vorgegeben ist. Die dort enthaltenen Eintragungen werden nicht verändert.

    Die Symbole für Dokumentdateien werden dann in den Speicher geladen, wenn sie erstmalig zur Anzeige in Symbolfenstern oder auf Dialogen benötigt werden. Sie werden aber anschließend nicht wieder aus dem Speicher entfernt, solange Calmira nicht beendet wird. Für jedes Symbol werden etwa 800 Bytes Arbeitsspeicher belegt.

    Abgesehen von diesen Anpassungsmöglichkeiten wird man vielleicht den Wusch haben, auch die Schaltknöpfe der Programmfenster-Titelleisten und die Windows-Systemicons zu verändern. Das geht mit Bordmitteln von Calmira nicht, sondern erfordert einen Patch des Grafiktreibers.

    Wie man sich über die Calmira-Voreinstellungen hinwegsetzt:

    Auch hierfür muss man die gewünschten Einträge in den Abschnitt [Icons] CALMIRA-INI schreiben:

    Schlüsselwort:    Gilt für dieses Symbol:
    _folder Verzeichnisse und verkleinerte Symbolfenster
    _file Dateien ohne besonderes Symbol
    _doc DOC-Dateien ohne besonderes Symbol
    _tfile *) Kleines Datei-Symbol für die Detailanzeige
    _tfolder *) Kleines Verzeichnis-Symbol für die Detailanzeige
    _tprog *) Kleines Programm-Symbol für die Detailanzeige
    _compute Symbol für den Arbeitsplatz
    _explore Symbol für den Explorer
    _windows Binär-Dateien ohne besonderes Symbol
    _msdos MS-DOS-Programme
    _multi Symbol für "meherere Dateien" im Dialog "Auswahl-Eigenschaften"
    _finddlg Symbol für den "Suchen"-Dialog
    _rundlg Symbol für den "Ausführen"-Dialog
    _hard Festplatten
    _floppy Diskettenlaufwerke
    _cdrom CD-ROM Laufwerke
    _ramdisk RAM-Disks
    _network Neztlaufwerke
    _emptbin Leerer Papierkorb
    _fullbin Voller Papierkorb
    _internt Internet-Verknüpfungen
    _shutdn Computersymbol im "Schluss für heute"-Dialog
    _progres Symbol im "Fortschrittsdialog"

    *)Die kleinen Symbole "_tfolder", "_tfile" and "_tprog" dürfen nur das obere linke Viertel der normalen Symbolfläche belegen (16x16 Punkte).

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  • Bitmaps anpassen

    Einige Calmira-Objekte nutzen Bitmap-Bilder anstelle der Symbole im ICO-Format. Diese Bitmaps werden normalerweise aus der Programmdatei selbst ausgelesen, aber man kann dafür sorgen, dass Calmira sie aus selbst erstellten Dateien entnimmt. Das setzt voraus, dass man passende Bilddateien unter den vom Programm erwarteten Namen im Calmira-Verzeichnis ablegt. Um solche Bilder zu erzeugen, genügt das zu Windows gehörende Malprogramm "Paintbrush".
    Will man die Bilder an andere Anwender weitergeben, so sollte man darauf achten, die Bilder in den 16 Windows-Standardfarben zu erstellen. Denn sonst würden sie auf Bildschirmen mit 4 oder 8 Bit Farbtiefe nicht richtig angezeigt werden können. Für den "Hausgebrauch" darf man auch eine optimierte 16-Farben-Palette verwenden. Das habe ich gerade selbst tun müssen, weil meine Grafikkarte bei 1280x1024 Bildpunkten nur noch 16 Bit Farbtiefe bietet und in diesem Modus komischerweise bei einigen wenigen Objekten Probleme mit dem Ausblenden der transparenten Hintergrundfarbe hatte. So habe ich also die violette Farbe durch einen hellen Grauton ersetzt, und siehe da: alles prima.
    Natürlich müssen Größe und Inhalt der Datei den Erwartungen von Calmira entsprechen.

    Die von Calmira verwendeten Bitmaps sind im Quelltext-Paket von Calmira enthalten, so dass man sie einfach durch Änderung den persönlichen Vorlieben anpassen kann.

    Die Symbole für den Verzeichnisbaum des Explorers:

    Dieses Bild hat eine Größe von 192 x 32 Bildpunkten. Der Dateiname ist "EXPLRICO.BMP". Das Bild unterteilt sich in zwei Reihen von je 12 Quadraten, die jeweils 16 x 16 Bildpunkte groß sind. Die untere Reihe dient der Darstellung von Netzlaufwerken und -verzeichnissen. Die zweite und dritte Spalte stehen für unbekannte oder ungültige Laufwerke, aber diese Bilder sollten praktisch niemals gezeigt werden. Bei den Plus- und Minussymbolen kann nur der Bereich benutzt werden, den sie im gezeigten Bild bereits einnehmen.
    Die Farbe, die im jeweiligen Bereich vom linken unteren Bildpunkt eingenommen wird (außer bei [+] und [–]), wird transparent dargestellt.

     
    Die Symbole für die Funktionsleiste des Explorers:

    Für die Funktionsleiste der Symbolfenster und des Explorers sind in der 272 x 16 Bildpunkte großen Datei "TOOLICO.BMP" insgesamt 17 Bilder zusammengefasst, die ebenfalls jeweils 16 x 16 Bildpunkte groß sind. Auch hier wird die im jeweils linken unteren Bildpunkt vorhandene Farbe transparent dargestellt.

     
    Die Standardsymbole für das Startmenü:

    Einige Einträge des Startmenüs, die für Systemfunktionen (Suchen, Ausführen, Beenden, Hilfe usw...) verwendet werden, benutzen ebenfalls Standardsymbole, die durch den Inhalt der Bitmap-Datei STARTDEF.BMP ersetzt werden können. Für Größe und Farbe gelten dieselben Maßgaben wie beim Explorer.

     
    Das Banner für das Startmenü:

    Wenn die erste Ebene des Startmenüs mit großen Symbolen gezeigt wird, erscheint am linken Rand automatisch das Banner. In dieser Darstellung ist die 27 x 256 Bildpunkte große Bilddatei "BANNER.BMP" um 90° nach rechts gedreht. Die obere weiße Kante des Startmenüs erzeugt Calmira immer selbst, aber der linke weiße Rand muss Bestandteil des Bildes sein. Ist das Startmenü höher als die Bannerdatei, verlängert Calmira das Bild automatisch.

     
    Der Vergrößerungsgriff

    In der rechten unteren Ecke haben die Calmira-Fenster diese Markierung zur Verdeutlichung, dass man an dieser Stelle mit der Maus anfassen kann und die Fenster in der Größe zu verändern. Man muss daher nicht genau den Rand treffen. Die graue Farbe wird automatisch durch die ersetzt, die in den Systemeinstellungen auf der Registerkarte "Anzeige" für "3D-Fensterrahmen" festgelegt ist.

     
    Der Verknüpfungspfeil

    Die schwarze Farbe für den Verknüpfungspfeil und der Umrandung wird automatisch durch diejenige ersetzt, welche man in den Systemeinstellungen auf der Registerkarte "Anzeige" für "Pfeile an Verknüpfungssymbolen" bzw. "... an Aliasen" festgelegt hat.

     
    Der Startknopf

    Das Windows-Logo auf dem Startknopf kann auch größer als 16 x 16 Bildpunkte sein, wenn man die Höhe der freien Fläche auf dem Startknopf (20 Punkte) und die zur Verfügung stehende Breite berücksichtigt. Die Breite des Startknopfes lässt sich über die Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen verändern. Auch hier gilt wie bei allen weiteren Bildern, dass die Farbe des linken unteren Bildpunktes die transparente Farbe darstellt.

     

    Datei: TASKEXP.BMP
    Symbol für den Explorer auf dem Schaltknopf der Taskleiste

    Datei: TASKFOLD.BMP
    Symbol für Verzeichnisfenster auf dem Schaltknopf der Taskleiste

    Datei: TASKFIND.BMP
    Symbol für den "Suchen"-Dialog auf dem Schaltknopf der Taskleiste
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  • Umgebungsvariable

    Die Einträge im Startmenü sowie Desktop-Symbole und Aliase können statt der Angabe von Datei- und Verzeichnisnamen auch Umgebungsvariable auswerten. Als Variablen dienen Schlüsselwörter, die in Prozentzeichen eingeschlossen sind, so wie das von MS-DOS-Stapelverarbeitungsdateien her bekannt ist.

    Hinweis:
    Eine Umgebungsvariable, die einen Verzeichnisnamen enthält, hat als letztes Zeichen niemals den abschließenden Backslash, außer wenn es sich um das Stammverzeichnis eines Laufwerks handelt.

    Reservierte Namen

    Calmira hat einige Vorgaben für Umgebungsvariable, diese haben festgelegte Bedeutungen und dürfen nicht für andere Zwecke benutzt werden. Es sind dies:

    %currentfolder%zeigt auf das Verzeichnis, das im aktiven Symbolfenster dargestellt wird. Ist kein Symbolfenster aktiv, so ist die Variable leer.
    %currentdrive%enthält den Buchstaben des aktiven Laufwerks
    %droppedfiles%ist nur gültig unmittelbar nachdem Dateien auf ein Desktop-Symbol oder einen Alias gezogen wurden und enthält die Liste der Dateinamen
    %filename%ist nur gültig wenn sie mit dem Standardbetrachter für Dateien benutzt wird. Sie enthält den Namen der fokussierten Datei, um ihn an das als Standardbetrachter definierte Programm zu übergeben.
    %calmira%enthält Laufwerk und Pfad des Verzeichnisses, aus dem Calmira gestartet wurde.
    %comspec%wird von MS-DOS breitgestellt und gibt den Namen des aktiven DOS-Kommandointerpreters an
    %windir%wird von Windows breitgestellt und gibt Laufwerk und Pfad des Windows-Verzeichnisses an
    Eigene Umgebungsvariable definieren

    Im Abschnitt [Environment] der CALMIRA.INI können selbst gewählte Zeichenketten als Umgebungsvariable definiert werden. Das Bearbeiten dieser Einträge erfolgt am einfachsten über die Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen oder per Editor durch direktes Ändern der INI-Datei.
    Bei der Festlegung der Namen sind die einschließenden Prozentzeichen nicht anzugeben, sie haben nur Bedeutung, wenn die Variablen ausgelesen werden.
    Die so erzeugten Variablen gelten nur für Calmira, sie belegen keinen Speicherplatz im MS-DOS-Environment. Selbst definierte Variable können Platzhalter für Verzeichnisnamen oder Gerätenamen sein.

    Beispiel:

    Unterstellt, das Verzeichnis "Briefe", welches Texte und Schablonen/Vorlagen enthält, liegt auf dem Laufwerk C:\, und durch Neuorganisation der Verzeichnisstruktur bietet sich an, es nach Laufwerk D:\ zu verlagern. Im Startmenü oder als Desktop-Symbole sind aber Verweise auf die dort gespeicherten Textvorlagen vorhanden.
    Lauten diese nun auf "C:\BRIEFE\VORLAGE1.TXT", "C:\BRIEFE\VORLAGE2.TXT" usw., müsste man sie nach dem Verschieben des Verzeichnisses alle umbenennen. Hat man aber die passende Umgebungsvariable definiert:

    [Environment]
    briefe=C:\BRIEFE

    und die Verknüpfungen als "%briefe%\VORLAGE1.TXT", "%briefe%\VORLAGE2.TXT" angelegt, so muss man nur im Abschnitt [Environment] das C: durch D: ersetzen und alle Verknüpfungen spielen wie bisher.

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  • Überschriften für Verzeichnisfenster

    Normalerweise sieht man in der Titelleiste von Symbolfenstern nur den Verzeichnisnamen oder, falls man das wünscht, den vollständigen Pfad zum aktuellen Verzeichnis. Calmira bietet aber die Möglichkeit, bestimmten Fenstern aussgekräftige Überschriften zuzuordnen. Das wird man wohl besonders zu schätzen wissen, falls es um solche Fenster handelt, die man mit Aliasen bestückt hat. Zum Beispiel kann man Aliase benutzen, um Verknüpfungen auf Internet-Seiten zu legen.

    Oder man stellt sich auf die sog. dokumentorientierte Arbeitsweise von Windows 4.x um und bevorzugt vielleicht für die Ablage der selbst erstellten Dokumente ein Verzeichnis "Eigene Dateien" und darin möglicherweise angelegte Unterverzeichnisse. Auch dort kann man dann Aliase für andere Verzeichnisse und sonstige Objekte unterbringen. Wenn man seltener am Computer arbeitet und "ohne Kompass" unterwegs ist, findet man seine Erzeugnisse auf diese Weise intuitiv wieder, ohne lange überlegen zu müssen.

    So hat die Anzeige der Überschriften also einen Sinn. (Die Anzeige der Verknüpfungspfeile kann man unterdrücken.) Um diese Funktionalität zu erreichen, muss man die gewünschten Fenstertitel nur in den Abschnitt [Window Captions] der CALMIRA-INI eintragen. Hierfür steht der gleichnamige Abschnitt auf der Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen zur Verfügung.

    Calmira durchsucht diese Liste bei jedem Öffnen eines Symbolfensters, so dass sehr viele Eintragungen dort den Fensteraufbau verlangsamen. Zumindest wenn man ein Verzeichis gelöscht hat, welches man vorher mit einem Namem versehen hatte, sollte man den Eintrag auch wieder aus der Liste entfernen.

    Sofern man die "4DOS-Beschreibungen" aktiviert hat, werden die Beschreibungen automatisch als Fenstertitel benutzt.

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  • Weitere Einstellungen

    Calmira speichert seine INI-Dateien im Calmira-Verzeichnis. Wenn man Calmira in einem Netzwerk betreibt, kann man es so einrichten, dass die INI-Dateien im Windows-Verzeichnis liegen.
    Hierzu muss man in die WIN.INI folgendes einragen:

    [Calmira]
    LoadFromWindir=1

    Nachfolgend werden weitere Einstellungsmöglichkeiten erläutert, welche die Calmira-Oberfläche beeinflussen und von denen nicht alle über die primären Einstellungs-Dialoge erreicht werden können. Um diese Werte anzupassen, kann man die entsprechenden Einträge per Editor in die CALMIRA.INI schreiben oder in jedem Fall auch über die Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen entsprechende Anpassungen vornehmen. Nicht bei allen Veränderungen wird das Ergebnis sofort sichtbar, sondern es kann auch sein, dass sie erst nach dem nächsten Calmira-Start wirksam werden.

    Im Nachfolgenden wird zu jedem Thema zunächst der entsprechende Inhalt der CALMIRA.INI (beispielhaft und auszugsweise) wiedergegeben und anschließend wird die Bedeutung der dargestellten Einträge erläutert. Es sind (meistens) (nur) solche Einträge aufgeführt, die nicht in den primären Einstellungs-Dialogen erscheinen.


    [File Types]
    bat=MS-DOS Stapeldatei
    bak=Sicherheitskopie
    ann=Notiz zur Windows-Hilfe
    bmk=Lesezeichen zur Windows-Hilfe
    com=MS-DOS Programm
    dll=Bibliothek
    exe=Programm
    ico=Symboldatei
    ini=Programmparameter-Datei
    pif=Programm-Informationsdatei
    run=Windows-Script für Calmira
    scr=Bildschirmschoner oder Script
    386=Windows-Gerätetreiber

    Diese Angaben erscheinen auf dem Dialog "Datei-Eigenschaften" zur Beschreibung von Dateien, deren Erweiterung nicht in der Registry bekannt ist.


    [Layouts]
    0..3=4*1
    4..6=4*2
    7..9=4*3
    9..11=4*3
    12..16=4*4
    17..20=5*4
    21..25=5*5
    26..30=6*5
    31..40=7*6

    Diese Eintragungen steuern die Größe von Symbolfenstern, wenn deren Anpassung an den Inhalt erfolgt. Die Einstellungen beziehen sich auf die Darstellung großer Symbole, haben aber bezüglich der Höhe der Symbolfenster auch bei der Listenansicht Bedeutung.
    Links vom Gleichheitszeichen wird der Gültigkeitsbereich <Anzahl der Symbole von ... bis> angegeben, d.h. für welche Symbolanzahl die Fenstergröße definiert werden soll, rechts vom Gleichheitszeichen steht das Fensterformat: <Anzahl der Symbole in der Breite> x <Anzahl der Symbole in der Höhe>.
    Die Einträge müssen unbedingt in der richtigen Reihenfolge stehen, daher kann das Verändern per Editor sicherer sein als über die Registerkarte "Erweitert" der Systemeinstellungen.


    [Taskbar]
    Clock24=1
    24HourFormat=h:mm
    FullDateTime=dddd, d. mmmm yyyy
    AdjustClock=control.exe main.cpl Datum/Uhrzeit
    MinAppHeight=60
    UseMouseHook=0
    FontName=MS Sans Serif
    FontSize=8

    Die ersten drei Einträge bewirken die Darstellung der Zeit- und Datumsanzeige in dem für Deutschland üblichen Format.
    Der "AdjustClock"-Eintrag enthält die Befehlszeile zum Öffnen des "Datum/Uhrzeit"-Dialogs der Systemsteuerung, welcher beim Doppelklick auf das Zeitanzeigefeld erscheint.

    Die Symbole minimierter Programmfenster bilden nicht immer einen Schaltknopf auf der Taskleiste, sondern liegen manchmal auch als normales Icon auf der Arbeitsoberfläche. Mit "MinAppHeight" kann man festlegen, welchen Abstand zur Taskleiste sie einhalten sollen.

    Auch die Schrift für die Objekte auf der Taskleiste kann eingestellt werden. Allerdings ist die Größe der Objekte nicht veränderlich, so dass keine zu große Schrift gewählt werden sollte.

    Ob der "UseMouseHook"-Eintrag nötig, überflüssig oder störend ist, muss man ausprobieren. Es kann sein, dass man ihn aus Kompatibilitätsgründen einfügen muss. (1 ist die Standardeinstellung)


    [Sounds]
    WindowOpen=<None>
    WindowClose=<None>
    WindowMinimize=<None>
    ....

    Wenn man statt <None> eine WAV-Datei (mit dem vollständigen Pfad) angibt, kann man Systemereignissen Klänge zuordnen. Dies geschieht nur für die Calmira-Aktionen, also zusätzlich zu den in der Systemsteuerung festgelegten Klängen für die allgemeinen Windows-Ereignisse.


    [Start Menu]
    StartupGroup=Autostart
    FontName=MS Sans Serif
    FontSize=10
    SmallItemHeight=21

    Der Eintrag bei "StartupGroup" definiert den Namen des Startmenü-Eintrages, dessen Untereinträge beim Calmira-Start automatisch ausgeführt werden sollen.

    Für die Höhe der Menütasten im Startmenü ist der Wert bei "SmallItemHeight" zuständig, dessen Änderung nur direkt über die erweiterten Einstellungen oder per Editor vorgenommen werden kann.
    Wird nichts (oder weniger als 20) eingetragen, so ist der Normalwert 20 Bildpunkte, aber man kann mehr wählen. Wird eine größere Schrift verwendet, so wächst auch die Höhe der Menütasten. Dies lässt sich aber durch Eingabe eines Wertes verhindern. Der eingetragene Wert hat immer Priorität vor der automatischen Größenbestimmung.


    [Start button]
    FontName=MS Sans Serif
    FontSize=8
    FontStyle=Bold
    Caption=Auswahl
    Width=76
    Left=3

    Es muss nicht unbedingt "Start" auf dem Startknopf stehen. Mit Caption="" kann man den Text auch verschwinden lassen, dann bleibt nur das Symbol und man kann seine Breite z.B. auf 36 Punkte verkleinern.
    Setzt man für den "Left"-Wert eine entsprechend große negative Zahl ein, so verschwindet der Startknopf aus dem sichtbaren Bildschirm.


    [Programs]
    c:\windows\printman.exe=Druck-Manager
    c:\ie50\iexplore.exe=Internet-Explorer

    Die hier aufgeführten Programme erscheinen zusätzlich zu den Laufwerkssymbolen auf dem Arbeitsplatz-Fenster. Hier können aber nur EXE-Programme ohne Startparameter angegeben werden, keine internen Befehle, Aliase oder Scripts. Enthät die Programmdatei keine Symbole, so ist es auch nicht möglich, dem Eintrag auf andere Weise ein Symbol zuzuweisen.


    [File system]
    ColumnPadding=8
    ListKBDecimals=0
    LongDateTime=dddd d mmmm yyyy,  h:mm
    AliasExtension=.als

    Der Spaltenabstand in den Symbolfenstern (bei Listenanzeige) und die Zahl der bei KiloByte-Angaben anzuzeigenden Dezimalstellen können definiert werden.
    Außerdem besteht die Möglichkeit das Datumsformat zu wählen, welches auf den Dateieigenschaften-Dialogen gezeigt wird.
    Der Dateityp für Alisase kann ebenfalls selbst bestimmt werden; ".als" ist die Standardeinstellung.


    [Drives]
    A=A: Diskette
    B=B: -fehlt-
    C=C: 501 MB
    D=D: 501 MB
    K=K: ZIP-Disk
    L=L: CD-ROM
    M=M: RAM-Disk

    Die Namen, die für die Laufwerke auf dem Arbeitsplatz-Fenster und im Verzeichnisbaum des Explorers angezeigt werden sollen, können hier definiert werden.

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  • Scripts verwenden

    Was sind Scripts ?

    Calmira kann Befehlsfolgen aus Textdateien lesen und ausführen, wenn diese im richtigen Format erstellt worden sind.

    Man kann einer solchen Scriptdatei ein Desktop-Symbol oder einen Startmenü-Eintrag oder auch einen Alias zuordnen und so auf einen Mausklick hin eine Reihe von Befehlen nacheinander abarbeiten lassen. Das entspricht etwa dem Ablauf einer Stapelverarbeitungsdatei (Batch) unter MS-DOS.

    Das Besondere daran ist, dass man auf diese Weise aus einem DOS-Fenster heraus Windows-Programme starten oder Symbolfenster öffnen kann. Ein und dieselbe Scriptdatei kann unter Windows und unter DOS gestartet werden.

    Und so funktioniert es:

    1. Öffne den Dialog "Systemeinstellungen"
    2. Schalte "Windows-Scripts zulassen" und "DOS-Scripts zulassen" ein
    3. Öffne die AUTOEXEC.BAT und füge die Zeile "SET TEMPSCRIPT=C:\CALMIRA.TMP" *) ein
    4. Starte den Computer neu
    5. Probiere aus, ob die "FOLDER.BAT" und "START.BAT" im DOS-Fenster funktionieren
    6. Erstelle unter dem Namen "TEST.RUN" ein Script mit folgendem Inhalt:
      start
      c:\windows
      notepad
      start
      c:\windows
      write
      und lege ein Desktop-Symbol dafür an und klicke es an: Zwei Programme werden sofort nach einander gestartet.


    *) Es kann auch ein anderes Verzeichnis, beispielsweise das temporäre Verzeichnis auf
    einer RAM-Disk gewählt werden, z.B.: "SET TEMPSCRIPT=M:\TEMP\CALMIRA.TMP".
    Dann muss aber auch in den Systemeinstellungen (siehe übernächster Absatz) ein
    entsprechender Eintrag gemacht werden.

    Scripts unter Windows ausführen:

    Im Abschnitt [Scripts] der CALMIRA.INI kann mit dem Eintrag "WinScriptExtension=..." der Dateityp festgelegt werden, der von Calmira als Script interpretiert werden soll. Wird nichts eingetragen, so ist die Standardeinstellung ".RUN" wirksam.
    In den Systemeinstellungen gibt es auf der Registerkarte "Allgemein" eine Checkbox, um die Ausführung von Windows-Scripts zuzulassen oder zu unterbinden.

    Calmira-Scripts im DOS-Fenster erzeugen und ausführen:

    Calmira sucht in regelmäßigem Abstand nach dem Vorhandensein einer speziellen Script-Datei. Diese Datei heißt CALMIRA.RUN, sofern man den Namen nicht in den Systemeinstellungen auf der Registerkarte "Erweitert" im Abschnitt "Scripts" anders definiert. Dies kann man durch Anlegen oder Ändern des Eintrags "DosScriptFilename" tun. Der ebenfalls dort anzulegende Eintrag "DosTimerInterval" bezeichnet die Länge der Pause zwischen zwei Suchvorgängen in Millisekunden. Unter der Voraussetzung, dass der Festplatten-Cache aktiviert ist (was wohl der Normalzustand ist), kommt man mit einem Wert von 2000 bis 3000 zu guten Ergebnissen, ohne nennenswerte Festplattenzugriffe zu verursachen.
    Wird die genannte Datei gefunden, so lädt Calmira sie in den Speicher, löscht sie sofort und beginnt dann, die Befehlszeilen nacheinander abzuarbeiten.
    In den Systemeinstellungen gibt es auf der Registerkarte "Allgemein" eine Checkbox, um die Ausführung von DOS-Scripts zuzulassen oder zu unterbinden.

    So wird das Script unter DOS generiert:
    Es können einfach normale Batchdateien benutzt werden, um bestimmte Befehle in eine Script-Datei zu schreiben. Das kleine Problem, welches man dabei umgehen muss: DOS-Fenster laufen unter Windows im sog. "präemptiven Multitasking". Das kann dazu führen, dass eine soeben generierte Script-Datei bereits von Calmira gelesen und gelöscht wird, noch bevor sie durch die DOS-Batchdatei vollständig erzeugt wurde. Also darf das Script nicht auf direkten Wege erzeugt werden, sondern man muss den Umweg gehen, die Script-Datei zunächst unter einem temporären Namen zu erzeugen und sie "nach Fertigstellung" in CALMIRA.RUN umzubenennen.

    Beisiele für solche Batchdateien:
    Es sind vier Beispiele im Calmira-Paket enthalten, die zur Erzeugung von Scripts dienen können. Sie heißen START.BAT, FOLDER.BAT, EXPLORE.BAT und OPEN.BAT. Damit sie funktionieren, wird die Umgebungsvariable "TEMPSCRIPT" benötigt, die auf einen temporären Dateinamen für die Erzeugung des Scripts in demselben Verzeichnis zeigen muss, in dem Calmira das Script sucht. Wenn die DOS-Scriptdatei - wie bereits erwähnt - CALMIRA.RUN heißt, sollte der temporäre Name CALMIRA.TMP lauten. Der Dateiname muss mit dem vollständigen Pfad zum Zielverzeichnis in der Umgebungsvariablen stehen.
    Die für die Erzeugung der Umgebungsvariablen "TEMPSCRIPT" erforderliche Befehlszeile in der AUTOEXEC.BAT könnte also lauten: "SET TEMPSCRIPT=C:\CALMIRA\CALMIRA.TMP"

    Zum Verständnis wird empfohlen, die oben genannten Beispiel-Batchdateien zunächst mit einem Texteditor zu öffnen und zu analysieren, was in ihnen abläuft. Jede hat die Funktionalität eines echten DOS-Kommandos mitsamt Fehlerbehandlung und Hilfe.

    Besonderes in OPEN.BAT:
    Diese Datei ersetzt sowohl START.BAT als auch FOLDER.BAT. Um die Existenz eines Verzeichnisses überprüfen zu können, benötigt sie zur Funktion das mit Calmira ausgelieferte DIREXIST.EXE. Diese Datei kopiert oder verschiebt man zusammen mit OPEN.BAT in ein Verzeichnis, das im DOS-Pfad enthalten ist. Wenn man das getan hat, gibt man in einem DOS-Fenster "OPEN /?" ein und bekommt Hilfe zur Funktionsweise.

    Hinweis:
    DIREXIST gibt den Errorlevel 1 zurück, wenn ein Verzeichnis existiert. Stammverzeichnisse werden allerdings immer gefunden, selbst wenn das betreffende Laufwerk nicht existiert.
    Der Turbo-Pascal-Quelltext ist im Lieferumfang von Calmira enthalten.

    DOS-Scripts können weder sich selbst noch andere Scripts aufrufen.

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  • Scripts erstellen

    Scripts sind einfache Textdateien, die nur ein paar Zeilen enthalten. Absätze, die durch Leerzeilen getrennt sind, bilden jeweils einen Befehlsblock. Dieser besteht aus dem Befehlswort in der ersten Zeile und einem oder mehreren Parameter(n) in den folgenden Zeilen (vor der nächsten Leerzeile).

    Muster für die Struktor:

    <Befehlswort 1>
    <Parameter 1>
    <Parameter 2>
    
    <Befehlswort 2>
    <Parameter 1>

    Die Befehlsworte, die möglichen Parameter und ihre Bedeutungen:

    Befehl     Parameter 1   weitere Parameter    Bedeutung bzw. Aktion
    folder das Verzeichnis, aus dem das Script gestartet wird, "%calmira%" oder ein anderes gültiges Verzeichnisdas Verzeichnis, das geöffnet werden soll Es wird ein Symbolfenster in der gewählten Standardform geöffnet
    start das Arbeitsverzeichnis, auf das die zu startenden Programme zugreifen sollen beliebig viele Befehlszeilen Die in den Parametern 2 bis n aufgeführten Programme werden gestartet und weisen auf das Arbeitsverzeichnis
    explore das Verzeichnis, das geöffnet werden soll unzulässig Der Explorer wird gestartet und das angegebene Verzeichnis geöffnet
    macro der calmira-eigene interne Befehl, der ausgeführt werden soll (z.B. $LargeIconFolder, $StartMenuProp usw.) unzulässig Der eingebaute Befehl wird ausgeführt. So kann man zum Beispiel per Desktop-Symbol oder Alias ein Symbolfenster mit der Ansicht "große Symbole" öffnen, wenn die Standardansicht auf "Details" eingestellt ist.
    activate der Name eines Startmenü-Eintrags oder eines Desktop-Symbols unzulässig Das Objekt wird aktiviert, als ob man mit der Maus darauf geklickt hätte
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  • Calmira optimieren

    Durch schonenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten kann man das Arbeiten am Computer schneller und stabiler gestalten. Das gilt auch für die Benutzung der Calmira-Oberfläche. Aber keine Panik: z.B. auf meinem alten SIEMENS-NIXDORF Mobilcomputer mit 8 MB RAM und einem "486 SX-33" Prozessor läuft alles wunderbar, obwohl ich die Möglichkeiten von Calmira gern ausreize und gerade die detaillierten Möglichkeiten der grafischen Oberfläche (z.B. die Anzeige aussagekräftige Symbole für viele Dateitypen) schätze. Auch speicher- und ressourcenhungrige Anwendungen wie z.B. die Textverarbeitung "TextMaker 97 Professional" und der Internet-Explorer 5.0 usw. bringen Calmira dort nicht aus der Ruhe.
    Die meisten der nachfolgenden Hinweis werden daher für nicht allzu schmalbrüstige Systeme kaum praktische Bedeutung erlangen, aber man sollte zumindest wissen, was man tut. Also ruhig weiterlesen.

    Da Calmira über unglaublich viele Möglichkeiten verfügt, die Windows-Oberfläche den persönlichen Wünschen anzupassen, verlangt dies dem System auch einiges an "Aufmerksamkeit" ab. Es kann daher das System entlasten, also Ressourcen schonen und möglicherweise die Funktion allgemein beschleunigen, wenn man nicht alle zur Verfügung stehenden Features ausnutzt. Man muss ausprobieren, welche Einstellungen für den jeweiligen Computer die richtigen sind.
    In diesem Zusammenhang der Hinweis auf einen kleinen Schönheitsfehler: Bei 24 Bit Farbtiefe kann bei bestimmten Grafiktreibern der Effekt auftreten, dass die Symbole im Startmenü nicht richtig dargestellt werden. Dann sollte man auf 8, 16 oder (wenn das System darauf ausgelegt ist) 32 Bit Farbtiefe umschalten.

    Die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind durch die Eigenheiten von Windows beschrämkt. Man kann sich die Werte anzeigen lassen, wenn man den Mauszeiger einen Augenblick über dem rechten Ende der Taskleiste ruhen lässt. Je nach Gestaltung der Oberfläche und Auslastung durch möglicherweise per "Autostart" bereits aktivierte Programme werden diese Werte beim Start von Windows irgendwo im Bereich von 50 bis 85% liegen. Solange der niedigste der drei Werte nicht unter 30% sinkt, sollte es stets möglich sein, flüssig zu arbeiten. Bei der Erstellung dieser HTML-Hilfe habe ich aber auch schon mal bei 10% gelegen (dabei waren Editor, Internet Explorer, Winhelp, PaintShopPro und mehrere Calmira-Symbolfenster und die speicherresidenten Programme aktiv, die man sonst noch so braucht...) und trotzdem keinerlei Probleme gehabt. Es kommt natürlich vor, dass sich Calmira weigert, dann noch ein weiteres Programm zu starten.

    Ressourcen werden durch alle möglichen Elemente der Windows-Oberfläche belegt, zum Beispiel durch Fenster, Menüs, Symbolleisten, Listboxen, Schaltflächen, Symbole und grafische Objekte (Bitmap-Bilder).
    Wenn man also eine grafisch ansprechende Oberfläche mit guter Bedienbarkeit haben will, kommt man um ein gewisses Maß an Ressourcenauslastung nicht herum.

    Außer den Ressourcen ist natürlich auch der Arbeitsspeicher eine Größe, die man im Auge behalten muss. Hieran kann man mit Calmira natürlich nichts ändern, aber über die passende Größe der Auslagerungsdatei muss man sich schon Gedanken machen. Man kann sich den freien Arbeitsspeicher anzeigen lassen, indem man den Mauszeiger über das rechte Ende der Taskleiste führt und die linke Maustaste dort kurz gedrückt hält.

    Die Systembelastung hängt auch von der eingestellten Farbtiefe ab.

    Ressourcen sparen
    • Sparsamer Umgang mit Desktop-Symbolen
      Auch die Desktop-Symbole von Calmira legen jeweils zwei Fenster an, nämlich eines für das Symbol und eines für die Titelzeile.

    • Nicht benötigte Fenster schließen
      Jedes Symbolfenster hat eine eigene Menüzeile, die Ressourcen schluckt. Benutze die Möglichkeiten, nicht benötigte Symbolfenster zu schließen. Mit verschiedenen Tastenkürzeln kann man das auf sehr bequeme Weise tun.

    • Nichtmodale Dialoge nach Gebrauch schließen
      Auch die Elemente dieser Dialoge (Ausführen, Suchen) belasten das System unnötig, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

    • Das Startmenü nicht "wuchern" lassen
      Jeder einzelne Menüeintrag nagt an den Ressourcen. Und man vergisst schnell, wie groß das Startmenü wirklich ist, weil man ja immer nur einen Teil davon zu sehen bekommt. Statt viele Untereinträge anzulegen, kann man z.B. auch einem Menüeintrag den Befehl "$LARGEICONFOLDER <Lw:\Pfad>" zuweisen und ihn auf ein Verzeichnis weisen lassen, in dem Aliase zur Ausführung von Aktionen benutzt werden.

    Arbeitsspeicher sparen
    • Sparsamer Umgang mit Aliasen
      Aliase belegen bis zu etwa 3 kB Speicherplatz, wenn sie angezeigt werden. Sind in einem Symbolfenster sehr viele Aliase enthalten, so sollte man es nach Gebrauch alsbald schließen.

    • Memory Heap entlasten
      In längeren Arbeitssitzungen kann der Memory Heap fragmentiert werden, wenn oft sehr viele Symbolfenster zugleich geöffnet werden, insbesondere, wenn diese jeweils sehr große Verzeichnisse darstellen. Benutze die Möglichkeiten, nicht benötigte Symbolfenster zu schließen. Mit verschiedenen Tastenkürzeln kann man das auf sehr bequeme Weise tun.

    • Nicht so viele Icons darstellen lassen
      Wenn man nicht so viele Dateitypen angibt, die nach dastellbaren Symbolen durchsucht werden sollen, wird zum Anzeigen der Symbolfenster weniger Speicher benötigt. Dies gilt insbesondere für ICO-Dateien.

    • Nicht so viele Dokument-Symbole definieren
      Dokument-Symbole werden in den Arbeitsspeicher geladen, wenn sie erstmalig angezeigt werden sollen. Danach werden sie aber bis zum Beenden von Calmira nicht wieder entladen.

    • Das Startmenü klein halten.
      Jeder Startmenüeintrag kostet einige hundert Bytes an Arbeitsspeicher, dazu kommt das Bitmap-Bild, in dem das verkleinerte Symbol dargestellt wird.

    Calmira beschleunigen
    • Nicht so viele Icons darstellen lassen
      Wenn man nicht so viele Dateitypen angibt, die nach darstellbaren Symbolen durchsucht werden sollen, wird der Aufbau der Symbolfenster beschleunigt.

    • 4DOS-Beschreibungen desaktivieren
      Auf der Registerkarte "Details" der "Dateisystem-Eigenschaften" sollte man die Möglichkeit der Verwendung von Dateibeschreibungen abschalten, falls man dieses Feature nicht nutzt.

    • Zahl der anzuzeigenden Icons miminieren
      Um Symbole für mit Anwendungen verknüpfte Dateien darzustellen, benutzt Calmira zunächst die Informationen aus der Registry. Man kann das dadurch verursachte mehrfache Laden der Symbole verhindern, indem man für mehrere dieser Dateitypen über die Registerkarte "Erweitert" der System-Einstellungen, Abteilung "Icons", dasselbe Symbol festlegt. Dann werden die Vorgaben aus der Registry ignoriert.

    • Symbolanzeige in der Detailansicht unterdrücken
      Werden Symbolfenster in der Detail- (Listen-)ansicht gezeigt, so kann man durch Abschalten der Anzeige von verkleinerten Symbolen das Rollen in diesen Fenstern beschleunigen.

    • Farbigen Markierungsbalken im Startmenü abschalten
      Wird der farbige Markierungsbalken im Startmenü benutzt, so verlangsamt dies das Zeichnen der Menüeinträge beim Durchsuchen, vor allem, wenn man mit gedrückter Maustaste durch das Menü wandert. Beschränkt man sich auf die fette Schriftdarstellung, so geht es schneller.

    • Fensterinhalte nicht rollen
      Wenn man die Option "Fensterinhalt mit Bildlaufleiste rollen" auf der Registerkarte "Allgemein" der System-Einstellungen abschaltet, wird der Aufbau der Symbolfenster beim Rollen beschleunigt.

    • Suchen nach nur einem Dateityp
      Beim Suchen nach Dateien geht es viel schneller, wenn man die Suchvorgabe auf jeweils eine Dateimaske beschränkt und die Listbox vor dem Beginn der Suche leert.

    • Papierkorb nicht überfüllen
      Wenn der Papierkorb zu voll ist, wird der Calmira-Start verzögert, weil die Informationen über Dateigrößen und Attribute neu eingelesen werden müssen. Die Kapazität des Papierkorbs kann man den Erfordernissen anpassen.

    Calmiras INI-Datei klein halten

    Unnötige Einträge in den Abschnitten [Window Positions] und [Window Captions] sollte man von Zeit zu Zeit entfernen, da Calmira das nicht automatisch tun kann. Werden diese Abschnitte zu groß, verlangsamt dies den Calmira-Start erheblich.

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  • Windows optimieren

    • Calmira wurde zwar für Windows ab Version 3.10 entwickelt, aber wenn man über Windows 3.11 oder Windows for Workgroups 3.11 verfügt, kann das Aktivieren des 32Bit-Festplattenzugriffs (falls es bei der gegebenen Konfiguration möglich ist), das Arbeiten mit Calmira beschleunigen.

    • Die Geschwindigkeit des Bildaufbaus hängt von der eingesetzten Farbtiefe ab. Die Einstellung des Grafiktreibers auf 16 oder 256 Farben führt zu schnellerem und speicherschonendem Arbeiten als es bei der Nutzung von höhreren Farbtiefen möglich ist.

    • Um Arbeitsspeicher zu sparen, kann man auf die Anzeige eines vollformatigen Hintergrundbildes verzichten.

    • Werden sehr viele TrueType-Schriften geladen, so reduziert das den verfügbaren Arbeitsspeicher und die Ressourcen.

    • Benutzt man ein Programm, von dem man weiß, dass es möglicherweise die verwendeten Ressourcen nicht wieder vollständig freigibt, so sollte man es nicht zwischendurch schließen, sondern geöffnet halten und minimieren anstatt es noch einmal neu zu starten.

    • Wirf hin und wieder einen Blick auf die Ressourcen-Anzeige. Wenn irgendwelche Programme Ressourcen verschluckt und nicht wieder freigegeben haben, so sollte man erforrderlichenfalls über den Eintrag "Beenden" des Startmenüs die Möglichkeit "Windows neu starten" aus dem "Schluss für heute"-Dialog auswählen.

    • Der Eintrag "FileSysChange" in der WINI.INI ist entbehrlich, wenn der Datei-Manager nicht benutzt wird. Die dort enthaltene Angabe bewirkt das automatische Auffrischen der Laufwerksfenster des Datei-Managers, wird aber von Calmira (bislang) nicht ausgewertet.

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